"Azadeh hat wirklich eine fantastische Technik. Aber sie hat auch diese Wahrhaftigkeit und Schönheit des Tons, die zeigt, was wirklich in der Musik steckt, so, wie die großen Virtuosen vor 100 Jahren. So etwas ist sehr selten, nicht nur für einen jungen Menschen, sondern für jeden Musiker."
Diese überschwänglichen Worte für die erst 18-jährige Azadeh Maghsoodi stammen von keinem geringeren als Nigel Kennedy. Mit 15 Jahren spielte sie mit dem Star-Geiger Bachs Doppelkonzert beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Und fand über Nacht internationale Beachtung.
Vorangegangen war dieser Erfolgsgeschichte eine intensive Ausbildung. Mit sechs nimmt die gebürtige Lübeckerin zum ersten Mal eine Geige in die Hand und erhält Unterricht bei Britta von der Lippe, schon mit zwölf wird sie Jungstudentin bei Prof. Maria Egelhof an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt. Ihre Studien ergänzte sie durch Meisterkurse und Unterrichtseindrücke, u.a. bei Prof. Pavel Vernikov, Prof. Igor Ozim, Prof. Werner Scholz, Baiba Skride, Elena Mazor, Igor Volochine und erhält regelmäßigen Unterricht bei Isabelle van Keulen. Sie war 2008 Gast der Kronberg Academy und wird zusätzlich im Nebenfach Klavier bei David Meier und im Nebenfach Gesang bei Prof. Martin Hundelt ausgebildet. Azadeh Maghsoodi spielt auf einer Joseph Gagliano von 1790, die ihr freundlicherweise aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.
Musikalisch begegnet sind sich Azadeh Maghsoodi und Martin Klett im Jahr 2007 zum ersten Mal. Seitdem verknüpft sie eine intensive Verbindung von gegenseitiger Inspiration und musikalischem Vertrauen. Ihr besonderer gemeinsamer Weg, eine Beziehung zu einer Musik aufzubauen, besteht weniger darin, sie von außen zu ergründen, sondern vielmehr das innere Eigene in ihr wiederzufinden. Nicht nur suchen sie dabei die eigene Interpretation, sondern nach dem, was die Musik mit ihnen macht - "Wie interpretiert die Musik uns?" Diese persönliche Herangehensweise lässt sie immer wieder von konventionellen musikalischen Wegen abweichen. Dabei achten die beiden Künstler stets auf musikalische, aber auch musikantische Qualität und das Gleichgewicht zwischen reflektiertem und spontanem, intuitivem Musizieren.
Martin Klett, 1987 als Sohn einer Musikerfamilie geboren, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Sein musikalisches Fundament wurde insbesondere durch Karin van Buiren und Detlev Saßmannshausen geprägt. Im Jahre 2006 erhielt er einen Studienplatz als Jungstudent an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser, bei dem er seit April 2007 sein Vollzeitstudium fortsetzt.
Parallel zu seiner Klavierausbildung wurde er von 1996 bis 2003 von Thilo Jaques im Fach Komposition unterrichtet.
Das bisherige gemeinsame Repertoire des Duos umfasst Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms, Franck und Messiaen und wird ständig erweitert. Azadeh Maghsoodi und Martin Klett konzertieren regelmäßig gemeinsam als Duo und wirken außerdem in verschiedenen Kammerensembles mit.
Programm I
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sonate Nr.4 c-moll BWV 1017
Leos Janácek (1854-1928)
Sonate
Olivier Messiaen (1908 - 1992)
Thème et Variations (1932)
- Pause -
Arvo Pärt (*1935)
Fratres (1977)
Astor Piazzolla (1921-1992)
Histoire du Tango
Programm II
François Couperin (1668-1733)
Quatrième Concert Royal
Gabriel Fauré (1845-1924)
Sonate Nr.1 A-Dur Op.13
- Pause -
Olivier Messiaen (1908 - 1992)
Thème et Variations (1932)
César Franck (1822-1890)
Sonate A-Dur (1886)